Insel Hiddensee

Hiddensee DVD Unterwegs auf Hiddensee

Unterwegs auf Hiddensee (DVD)

420 Bilder in einer aufwändigen Fotoshow mit Musik untermalt.

Laufzeit: ca. 41 Minuten

Preis: 10,- €

Insel Hiddensee

Die deutsche Insel Hiddensee liegt westlich von Rügen in der Ostsee. Sie gehört zum Landkreis Rügen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Die Gemeinde Insel Hiddensee umfasst die Insel sowie die ihr östlich vorgelagerte Fährinsel und gehört seit 2005 zum Amt West-Rügen mit Sitz in der Gemeinde Samtens.

Grieben

Grieben, Insel Hiddensee Grieben

Grieben ist das älteste, nördlichste und kleinste Dorf auf Hiddensee und liegt am östlichen Rand des Hochlandes der Insel. Der Name leitet sich vom slawischen "Grib" (für "Pilz") ab. Grieben hat keinen eigenen Hafen.

Kloster

Kloster, Insel Hiddensee Hauptstraße von Kloster

Kloster hat seinen Namen vom ehemaligen Kloster der Zisterzienser, das von 1296 bis 1536 in der Nähe des heutigen Hafens von Kloster lag. Es wurde mit der Reformation aufgelöst. Heute gilt Kloster mit dem Gerhart-Hauptmann-Haus, der Inselkirche und dem Inselfriedhof mit den Grabstätten von Gerhart Hauptmann, Walter Felsenstein und Gret Palucca als das kulturelle Zentrum von Hiddensee. Es liegt direkt am Hochland, dessen höchste Erhebung der Dornbusch ist. In Kloster befindet sich das Institut für Ökologie der Universität Greifswald, das 1992 als Nachfolgeeinrichtung der "Biologischen Station Hiddensee" und der "Vogelwarte Hiddensee" gegründet wurde, die beide aus der 1936 entstandenen "Biologischen Forschungsanstalt Hiddensee" hervorgegangen waren.

SEHENSWÜRDIGKEITEN

  • Leuchtturm Dornbusch
  • Gerhart-Hauptmann-Haus (Kultur und Museum)
  • Inselkirche
  • Lietzenburg
  • Torbogen in der alten Klostermauer
  • Heimatmuseum der Insel
  • Galerie am Torbogen

Vitte

Hexenhaus, Vitte, Insel Hiddensee Hexenhaus

Vitte wurde erstmals 1513 urkundlich erwähnt, ist der Hauptort und zugleich der größte und zentrale Ort der Insel. Der Name ist eine Ableitung von "vit", damit bezeichnete man früher Fischverkaufsstellen. In Vitte steht das Rathaus mit der Gemeindeverwaltung. Außerdem ist hier der Fähranleger für die Lastenfähre, mit der die Fahrzeuge für die Ver- und Entsorgung von Schaprode auf der Insel Rügen aus übersetzen. Der Güterverkehr wird auf Anhänger, die von Elektroschleppern gezogen werden, umgeschlagen und auf der Insel an die Lebensmittelmärkte und Gaststätten verteilt. Teilweise werden kleinere Güter auch noch mit Pferdefuhrwerken ausgeliefert. Die Heidelandschaft auf Hiddensee, zwischen Vitte und Neuendorf gelegen, zählt ebenso zu Vitte. In Vitte steht das älteste noch erhaltene Haus der Insel, das "Hexenhaus" (ehemals Sommerhaus von Adolf Reichwein). Darüber hinaus befinden sich in Vitte das (wohl letzte) Zeltkino und die Seebühne Hiddensee (Figurentheater).

SEHENSWÜRDIGKEITEN

  • Nationalparkhaus Hiddensee
  • Karusel (Asta-Nielsen-Haus)
  • Blaue Scheune
  • Henni-Lehmann-Haus
  • Zeltkino
  • Seebühne (Figurentheater)
  • Galerie am Seglerhafen

Neuendorf

Neuendorf, Insel Hiddensee "Straße" in Neuendorf

Neuendorf ist der südlichste Ort auf Hiddensee. Die Einwohner von Neuendorf werden vom Rest der Insel als "Die Süder" bezeichnet. Obwohl Neuendorf nur sechs Kilometer von Vitte entfernt liegt, sprechen die Einwohner einen anderen Dialekt. Große Teile von Neuendorf gleichen einer großen Wiese, auf der die Häuser wie an einer Schnur gezogen aufgereiht sind. Es gibt teilweise keine angelegten Wege, so dass einzelne Adressen nur direkt über die Wiese zu erreichen sind. Auch Neuendorf hat einen eigenen Hafen.

Neuendorf besteht aus zwei ursprünglich eigenständigen Ortsteilen: Dem älteren, wohl schon aus dem 13. Jahrhundert stammenden Plogshagen im Süden, und dem eigentlichen Neuendorf, das um 1700 durch die Absiedlung aus der Siedlung Glambek entstand. Überreste dieser Siedlung sind noch heute nordöstlich des Neuendorfer Ortsgebiets zu erkennen.

Südlich von neuendorf liegt der so genannte Gellen, ein bedeutendes Vogelschutzgebiet, das zur Schutzzone I des Nationalparls Vorpommersche Boddenlandschaft gehört und somit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist.

SEHENSWÜRDIGKEITEN

  • Leuchtfeuer Gellen
  • Gemeindehaus "Uns Tauflucht" (Gottesdienste und Kultur)
  • Fischereimuseum "Lütt Partie"

Name

Der Name "Hedinsey" taucht bereits in der Prosa-Edda und in den "Gesta Danorum" des Saxo Grammaticus auf und bedeutet soviel wie "Insel des Hedin". Der legendäre Norwegerkönig Hedin soll hier um eine Frau oder auch nur um Gold gekämpft haben. Unter dänischer Herrschaft war offiziell "Hedins-Oe" gebräuchlich. Noch 1880 hieß die Insel auch in den deutschen Karten Hiddensjö. Die vollständige Eindeutschung zu Hiddensee ist also relativ jung.

Geografie

Hiddensee ist etwa 16,8 Kilometer lang, an der schmalsten Stelle etwa 250 Meter und an der breitesten etwa 3,7 Kilometer breit. Innerhalb des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft ist sie die größte Insel und gehört zum Landkreis Rügen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist der Insel Rügen westlich vorgelagert und unterteilt sich in einen hügeligen, über 70 m hohen Nordteil (Dornbusch, höchster Punkt ist der Bakenberg mit 72 m über NN), eine Dünen- und Heidelandschaft im zentralen und einen flachen, nur wenige Meter hohen Südteil, den Gellen. Im Nordosten befinden sich die beiden drei Kilometer langen Sandhaken Alter Bessin und Neuer Bessin. Begrenzt wird die Insel durch den Schaproder Bodden und Vitter Bodden im Osten, die Gellenrinne (die Fahrrinne nach Stralsund) im Süden und die offene Ostsee nach Westen und Norden.

Geologie

Hiddensee entstand während der letzten Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren und wird durch die immer noch einwirkenden Meeresströmungen weiter verändert. So wurden die ehemaligen drei Inselkerne durch Anschwemmungen miteinander verbunden. Dieser Prozess trägt im Norden am Dornbusch immer noch Sand ab. Im Jahr 2000 brachen an der Nordspitze Hiddensees im Bereich des "Toten Kerls" zweimal 60.000 Kubikmeter Geschiebemergel ab und rutschten ins Meer. Im Durchschnitt verliert die Kliffkante des Dornbusch etwa 30 cm jährlich. Mitte März 2004 rutschten dann nochmals rund 10.000 Kubikmeter ins Meer. Geologisch gesehen ist Hiddensee ein sich in stetem Wandel befindendes Gebiet. Die an der Nordspitze abgetragenen Landmassen werden an der Südspitze und an der Ostseite zum Schaproder Bodden wieder angespült. So entstanden an der Südspitze der Gellen und auf der Ostseite die beiden geologisch sehr jungen Sandhaken (Landzungen) Alter Bessin und Neuer Bessin. Der Alte Bessin begann sich vor etwa 300 bis 400 Jahren herauszubilden und war schon Mitte des 19. Jahrhunderts über drei Kilometer lang. Seit damals ist er kaum noch gewachsen. Dagegen wächst der um 1900 entstandene benachbarte Neue Bessin jährlich um 30 bis 60 Meter und erreicht auch schon eine Länge von 3 Kilometern. Inzwischen ist ein dritter Bessin im Entstehen. Auch die Südspitze wächst als sogenanntes Windwatt weiter in den Bodden.

Klima

Auf Hiddensee herrscht makroklimatisch Ostseeklima mit häufigem Wechsel zwischen maritimen und kontinentalen Einflüssen. Charakteristisch sind dabei häufige, lebhafte und wechselnde Winde und eine lange Sonnenscheindauer. Diese beträgt im Durchschnitt 1850 Stunden pro Jahr. Damit nimmt Hiddensee eine Spitzenstellung in Deutschland ein. Eine Besonderheit ist bei schwachen, ablandigen Windverhältnissen die so genannte transperiodische Windzirkulation, die durch die unterschiedlichen Temperaturen über dem Meer und dem Land entsteht. Dabei setzt ein Seewind am späten Vormittag ein, der am Nachmittag oder Abend wieder nachlässt.

 

Die langjährige Jahresmitteltemperatur liegt auf der Insel bei 8 Grad Celsius. Die mittlere Windgeschwindigkeit in Kloster beträgt 7 m/s. Im Vergleich zur nahegelegenen Insel Rügen ist die jährliche Niederschlagsmenge auf Hiddensee deutlich geringer und liegt bei 540 Millimeter (Rügen 640 Millimeter).

 

Im Jahr 2008 war, wie der Wetterdienst Meteomedia mitteilte, Hiddensee-Dornbusch mit 2168 Sonnenstunden der sonnenreichste Ort in Deutschland.

Flora und Fauna

Hiddensee ist die größte Insel des Nationalparkes Vorpommersche Boddenlandschaft und vereinigt eine alte Kulturlandschaft mit den Hutungen und der ursprünglich vorhandenen Dünenheide. Die großen Neulandbildungen im Nordosten (Alter Bessin und Neuer Bessin) und Süden (am Gellen) Hiddensees bieten Lebensraum für zahlreiche wirbellose Tiere, wie Würmer und Muscheln. Diese dienen dann vielen Zugvögeln als Nahrung. So ist die Inselumgebung einer der bedeutendsten Kranichrastplätze Deutschlands. Die Südspitze der Insel sowie der Neue Bessin wurden deshalb der Schutzzone I des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft zugeordnet und dürfen nicht betreten werden. Auf der Insel gibt es drei Naturschutzgebiete, das NSG Gellen und Gänsewerder im Süden, das NSG Dünenheide zwischen Neuendorf und Vitte und das NSG Dornbusch und Bessin im Norden.

 

Die Naturschutzgesellschaft Hiddensee und Boddenlandschaft unterhält in Vitte im Nationalparkhaus eine ständige Ausstellung zur Fauna und Flora.