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Waren (Müritz)
Der Luftkurort Waren (Müritz) ist Kreisstadt des Landkreises Müritz in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland) und Sitz des Amtes Seenlandschaft Waren, dem 19 Gemeinden angehören. Die Stadt selbst ist amtsfrei. Waren (Müritz) ist eines der 18 Mittelzentren des Landes. Sie ist der Fläche nach, hinter Rostock, die zweitgrößte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern.
Geographie
Waren liegt an der Müritz, dem größten vollständig in Deutschland liegenden Binnensee mit einer Fläche von 117 km², am Kölpinsee, am Tiefwarensee, am Feisnecksee, am Melzer See und am Waupacksee. Mitten in der Stadt liegt der Herrensee.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Um Waren herum befinden sich Naturparks wie die Nossentiner-Schwinzer Heide oder der Müritz-Nationalpark. Auf dem Damerower Werder, der zur Gemeinde Jabel gehört, befindet sich auch ein Schaugehege für Wisente.
Bei Waren gibt es vier Strandbäder und ein gut ausgebautes Netz an Wegen.
Im historischen Stadtkern von Waren (Müritz) befinden sich viele Restaurants, Cafés und Bars und mehrere Einkaufsstraßen.
Müritzeum
Das Müritzeum zeigt das größte Süßwasseraquarium für heimische Fische in Deutschland und eine interaktive, multimediale Ausstellung zu den Schönheiten und Besonderheiten der Müritz Region und des Müritz-Nationalparks. Gleichzeitig fungiert das Müritzeum als „Welcome-Center" für die Mecklenburgische Seenplatte. Über 40 Fischarten aus Mecklenburg-Vorpommern werden gezeigt.
Bauwerke
Kirche St. Georgen
Die Georgenkirche ist eine dreischiffige Basilika mit Kreuzrippengewölbe mit vierjochigem Langhaus vom Anfang des 14. Jahrhunderts. Der Bau besteht aus Backsteinen. Der quadratische Westturm ist von 1414. 1699 wütete ein Brand, die Herrichtung des Gebäudes fand aber erst Mitte des 19. Jahrhunderts statt. Altar, Kanzel und Doppelempore wurden im neugotischen Stil geschaffen. Der Altar stellt eine Kreuzigungsgruppe mit Maria, Maria Magdalena und Johannes dar. Sie wurde von einem Tiroler Bildhauer geschnitzt. Die Kirchgemeinde St. Georgen umfasst circa 2300 Mitglieder.
Kirche St. Marien
Die Kirche St. Marien ist ein rechteckiger, einschiffiger Backsteinbau im Osten der Altstadt. Um sie herum gründete sich die sogenannte Neustadt. Der Westturm mit seinem sehr auffälligen Turmaufbau wurde am Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet, wobei der Aufbau selbst von 1790/1972 stammt. Der rechteckige Feldsteinchor geht auf die Überreste der dort errichteten Burgkapelle der nicht mehr existierenden Warener Burg („Große Burgstraße") zurück. Datiert wird dies auf den Beginn des 13. Jahrhunderts. Die Fenster der Sakristei sind im romanischen Stil gehalten.
Weitere Gebäude
* Altes Rathaus (Zweigeschossiger Backsteinbau mit Arkaden - ehemaligen Gerichtslaube - am Ostgiebel, 15. Jahrhundert) und Alter Markt
* Alte Feuerwache (Eingeschossiger Backsteinbau 19. Jahrhundert) und Alter Markt
* Neues Rathaus (Tudorgotik, Mitte 19. Jahrhundert) mit Einschussloch vom Kapp-Putsch 1920 und Neuer Markt
* Löwenapotheke (zweigeschossiger Fachwerkbau, um 1800, mit dem „Haus des Gastes"), Neuer Markt 21
* Stadthafen mit den alten Hafenspeichern
* Kietzspeicher
* Müritzeum
* Haupthaus Richard-Wossidlo-Gymnasium
* Schloss Weinberg
* modernes Bürger- und Verwaltungszentrum
Geschichtsdenkmale [Bearbeiten]
* Gedenktafel aus dem Jahre 1994 am Sitz der Europäischen Akademie Mecklenburg-Vorpommern für Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene aus acht europäischen Ländern, die in der Rüstungsproduktion der
Memefa Zwangsarbeit verrichten mussten
* Gedenkstein von 1945 auf dem Friedhof an den Gräbern sowjetischer Soldaten und Zwangsarbeiter
* Gedenkstätte aus den Jahren 1947 und 1950 Am Kietz für 224 weibliche KZ-Häftlinge, die Opfer der Zwangsarbeit wurden
* Gedenktafel aus den 1960er Jahren am Haus Feldstraße 19 für den kommunistischen Widerstandskämpfer Hermann Gatzke, der wegen seines Widerstands zu hoher Zuchthausstrafe verurteilt wurde
* Gedenktafel aus den 1960er Jahren in der Papenbergstraße 12 für den kommunistischen Stadtverordneten Paul Rachow, der 1945 im KZ Neuengamme ermordet wurde
* Gedenkanlage mit Holzskulptur aus dem Jahre 1994 von dem Bildhauer Sven Domann an der Geschwister-Scholl-Straße/Ecke Dietrich-Bonhoeffer-Straße zur Erinnerung an den christlichen Widerstand der
„Weißen Rose"
* Gedenkstätte mit Tafel am Papenberg an der Straße nach Neubrandenburg für den 1938 von den Nazis geschändeten Jüdischen Friedhof. An der Umfriedungsmauer eine Travertinstele des Bildhauers Walter
Preik für die jüdischen Opfer des Faschismus
* Gedenkstein am südlichen Ufer des Tiefwarensees zur Erinnerung an die Warener Synagoge
Müritz-Saga
Blick über Hafen und Marina auf die alten Anlagen
Im Jahr 2006 feierte der erste Teil der „Müritz-Saga" mit dem Titel „Zeit der Hoffnung", geschrieben von Roland Öhme, Premiere. Dieses Theaterspektakel auf der Freilichtbühne Warens soll nun jeden Sommer das Kulturleben Warens bereichern. Nach dem zweiten Teil „Unter dem Hexenhammer" wird in diesem Jahr „Pakt mit dem Teufel" aufgeführt.
Regelmäßige Veranstaltungen
Seit 2002 findet immer im Mai nicht nur für Binnensegler die Müritz-Sail statt. Vorbilder hierfür sind die Hanse-Sail in Rostock und die Kieler Woche.
Am letzten Juli Wochenende findet in Waren (Müritz) jedes Jahr der größte Triathlon in Mecklenburg-Vorpommern statt.
Seit 2001 gehört zu den sportlichen Höhepunkten von Waren (Müritz) der Müritz-Lauf. Jedes Jahr im August treffen sich die Läufer, um am 76,7 km - Ultramarathon um Deutschlands größten Binnensee teilzunehmen.
Das Müritz-Schwimmen findet seit über 30 Jahren über eine Strecke von 1950 m im nördlichen Teil der Müritz statt, an dem mehrere hundert Schwimmer jährlich teilnehmen.
Nachtleben
Das Warener Nachtleben ist für eine Stadt dieser Größe recht lebhaft. Im Stadthafen gibt es zahlreiche Kneipen und Bars, in denen vor allem im Sommer häufig Live-Musik in den Außenbereichen veranstaltet wird.
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