Hansestadt Wismar

Die Hansestadt Wismar liegt an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns am südlichen Ende der durch die Insel Poel geschützten Wismarbucht. Die kreisfreie Stadt ist eines der 18 Mittelzentren des Landes.

Am 27. Juni 2002 wurde ihre Altstadt zusammen mit der von Stralsund unter der Bezeichnung "Historische Altstädte Stralsund und Wismar" in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich in der Altstadt. Zu nennen sind der Marktplatz (einem der größten Norddeutschlands und exakt 100 x 100 m groß) mit dem klassizistischen Rathaus aus den Jahren 1817 bis 1819, die im Renaissancestil gehaltene Wismarer Wasserkunst und das bekannte Bürgerhaus Alter Schwede sowie das Stadtgeschichtliche Museum Schabbellhaus. Hinter dem Rathaus am Rudolph-Karstadt-Platz befindet sich das Stammhaus des Warenkonzerns Karstadt. Das Gebäude im heutigen Aussehen stammt aus dem Jahr 1908, Umbau 1931. Sehenswert ist das historische Treppenhaus und das kleine Museum im Erdgeschoss.

 

Bemerkenswert ist auch der Fürstenhof aus der Backsteinrenaissance, reich verziert mit Terrakotten aus der Werkstatt des Lübecker Künstlers Statius von Düren. Im Fürstenhof befindet sich heute das örtliche Amtsgericht.

 

Blickpunkte sind auch der historische Alte Hafen mit dem Wassertor, dem letzten erhaltenen Stadttor Wismars und der südlichen Ostseeküste, und der Nachbau der Poeler Kogge im Wismarer Hafen. Ebenfalls zu den mittelalterlichen Zeugen der Hansestadt gehört der letzte erhaltene Wehrturm der Stadtbefestigung, der 1685 zum Wasserturm ausgebaut wurde. Sehenswert sind weiterhin das Ensemble der Landesgartenschau von 2002 mit Aussichtsturm, der Tierpark und das Technische Landesmuseum.

Kirchen

Weitere wichtige Sehenswürdigkeiten sind die Innenstadtkirchen als Zeugnisse der Backsteingotik:

  • Marienkirche bzw. Marienkirchturm. Das beschädigte, aber durchaus zu rettende Kirchenschiff wurde 1960 auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung wegen angeblich mangelnder Standsicherheit gesprengt. In der Marienkirche gibt die Ausstellung Wege zur Backsteingotik in Form eines knapp 15-minütigen Animationsfilms Auskunft darüber, wie zu früheren Zeiten Kirchen erbaut bzw. erweitert wurden.
  • Nikolaikirche (charakteristisches Merkmal ist das Kirchenschiff, das zu den höchsten Deutschlands gehört)
  • Georgenkirche (ehemalige Ruine, wird zur Zeit wieder aufgebaut)
  • Heiligen-Geist-Kirche (gut erhaltene Kirche und Hauptbau des Heiligen-Geist-Hospitales in der Lübschen Straße)
  • Laurentiuskirche (Katholische Kirche, 1901/02 im neuromanischen Stil errichtet)